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Die "Bürgerinitiative für deutsche Interessen" hat in Person Steffen Hupkas den Aufmarsch für den 01.09.2001 angemeldet. Die Route der Nazis soll vom Hauptbahnhof zum Völkerschlachtdenkmal und anschließend wieder zurück gehen. Hinter der Anmeldung stehen die sogenannten Freien Kameradschaften (bisher hauptsächlich Worch und Wulff), die bundesweit unter dem Label "Großdemonstration des Nationalen Widerstands" nach Leipzig mobilisieren. Sie sehen den 1. September als das "zweite Großereignis" diesen Jahres nach dem 1. Mai in Frankfurt/Main und haben 2.000 TeilnehmerInnen angemeldet.
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Die NPD sieht das nicht ganz so. So liegt eine Anmeldung der Partei für den 01.09. in Greifswald vor und der Bundesvorstand der Partei kündigte zusammen mit dem thüringischen Landesverband an, am selben Tag in Weimar unter dem (inhaltlich) gleichen Thema aufzumarschieren.
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Die Demonstration steht unter dem Motto: "01. September - damals wie heute: Für Freiheit, Frieden und Selbstbestimmung!" Laut Eigenwerbung wollen sie hinweisen, daß der Krieg am 01.09.1939 nicht von Deutschland begonnen wurde. Grausame Mächte hätten die Welt 1939 in einen grausamen Krieg gestürzt um Deutschland gefügig zu machen. Diesselben seien es, die heute in der Welt morden und Kriege anzetteln.
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Der Aufmarsch wurde vorerst verboten, es wurde jedoch vom Anmelder Einspruch eingelegt. Wir gehen davon aus, daß ein Verbot vor Gerichten keinen Bestand haben wird.
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Der sächsische Landesverband der NPD hat in einem Gespräch mit der Stadt Leipzig erklärt, daß er seine Mitglieder dazu aufruft, nicht an dem Aufmarsch in Leipzig teilzunehmen.
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Das Zivilgesellschafts-Bündnis "Courage" bereitet sich vor und wird wahrscheinlich eine größere Kundgebung in sicherer Entfernung von der Naziroute abhalten.
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Die PDS hat auf der bisher geplanten Fascho-Route eine Demo angemeldet.
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Infrastruktur für Gegenaktivitäten ist vorhanden: Infotelefon(e), Infopunkte, Radio mit breaking news und bei Bedarf weitere Medien
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Unabhängig vom Naziaufmarsch ist eine linksradikale Demonstration "Deutschland den Krieg erklären!" geplant.
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Ziel ist es, den 1. September zu unserem Tag zu machen: Ein 1. Mai im September also.
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