01 | 09 | 2001 deutschland den krieg erklären - desaster area in leipzig



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Leipziger Volkszeitung vom 01.09.2001[druckversion][news]


Friedensfest, Krawall-Parolen und eine linke Demo
"fünf vor zwölf" fängt alles an

Das große Fest aller friedliebenden Leipziger, die sich gegen Extremismus von Rechts und Links wenden - heute um fünf vor zwölf beginnt es. Weil es für die Stadt Leipzig als Schirmherrin, für Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und unzählige Vereine, die ihre Unterstützung zugesagt haben, im wahrsten Sinne des Wortes "fünf vor zwölf" ist, beginnt das Friedensfest mit einer Schweigeminute. Anschließend wird es Reden von OBM Wolfgang Tiefensee und Nikolaipfarrer Christian Führer geben, der zusammen mit Schriftsteller und Kabarettist Bernd-Lutz Lange die Idee zum Motto hatte: "Leipzig. Gesicht zeigen". Bis 17 Uhr folgen auf dem Augustusplatz Musikbeiträge. Organisator Peter Degner hat Operntenor Marc Janicello, Entertainer Irvin Doomes und das Westsächsische Sin-fonieorchester verpflichten können. Unterdessen gab es im Internet weitere Aufrufe von Autonomen, nach Leipzig zu kommen, um "Deutschland den Krieg zu erklären". Das Bündnis gegen Rechts (BgR) kündigte an, um 11.55 Uhr benfalls zum Augustusplatz zu kommen. Damit reagiere man auf das Verbot der Stadt für eine um 18 Uhr geplante Demonstration "gegen zivilgesellschaftlichen Militarismus", sagte BgR-Sprecher Matthias Klemm. Man wolle ebenfalls Gesicht zeigen. Nach Angaben des Sprechers werde der Protest beim Friedensfest gewaltlos über die Bühne gehen. Für 17 Uhr wurde den Linksradikalen gestattet, vom Connewitzer Kreuz über die Karl-Liebknecht-Straße zur Braustraße zu ziehen.

dom

Leipziger Volkszeitung vom 01.09.2001[druckversion][news]